Thursday, 8.30 am: An diesem Morgen haben sich auf dem Campus der Uni ungefähr eine Milliarde Menschen befunden, die nur eins im Sinn hatten: be on time!
Da ich zwei Bushaltestellen zu früh ausgestiegen bin, durfte ich auch ein gutes Stück laufen und war somit sehr in Eile. An der Uni angekommen, habe ich gemerkt, dass ich da wohl nicht die Einzige bin und sobald ich die Straße überquert hatte, war ich auch schon mittten im Studenten-Strom gefangen. Das gute war, es ging die ganze Zeit einfach nur gerade aus. Endlich im Gebäude angekommen, wollte ich einen kurzen Blick auf den Lageplan erhaschen, damit ich auch ins richtige Gebäude laufe. In mitten der Menschenmasse war dies leider nicht möglich und so musste ich einfach die erst beste Rolltreppe nehmen und auch die zweite, bis ich mich irgendwann aus einer Lücke quetschen konnte. Glücklicherweise ist in der Uni alles prima ausgeschildert und ich habe mich nicht verlaufen. Ich war auch nicht die letzte die die Klasse erreicht hatte, aber die Lehrerin fand das auch nicht weiter tragisch und hat immer schön vor sich hingelächelt. Da wir nach zwanzig Minuten wieder gehen durften, hat sich das frühe aufstehen für mich auch vollkommen gelohnt.
Um 13h hatte ich dann meinen nächsten Kurs und habe auch, wie durch Zufall, eine Deutsche darin entdeckt. Wie klein die Welt doch ist,…selbst im zweitgrößten Land der Welt. In einer Millionenstadt wie Winnipeg, an einer Uni mit ca. 9000 Studenten und 500 verschiedenen Kursen. Naja,aber auch hier haben wir nicht viel gelernt und durften nach einer Weile wieder gehen. Da ich noch bis 16h auf meinen nächsten Kurs warten musste, hab ich mich entschlossen ein bischen was für meine Figur zu tun und bin in die Gym gegangen (kost ja nix). Nachdem ich dann endlich alles in meinem Locker gepackt und fertig umgezogen war, hab ich mich auf eines der Fahrräder geschmissen, meinen IPOD angemacht und bin losgeradelt. Das hat auch 25 Minuten ganz gut geklappt und nachdem ich somit schon über 50 Kalorien abtrainiert hatte, bin ich hungrig geworden. Der Strawberry Vanilla Donut mit Schokostreußeln (yammy, yammy..) hat nach dem harten Fitnessprogramm auch sehr gut getan. Wen interessiert ist, dass ich also völlig umsonst geradelt bin. Just for fun, bin ja nicht nach Kanada gekommen um Kalorien zu zählen (obwohl da schon ne Menge zusammen kommen würden:D).
Naja,mein letzter Kurs an diesem Tag verlief auch sehr chillig. Der Professor entpumpte sich gleich als kleiner Scherzkeks und als er die Liste durchgegangen ist, wusste ich, dass bei mir wieder irgendwas kommen musste. Zuerst fand er meinen Namen ganz toll und als ich dann gesagt habe, dass ich aus Germany komme, war das natürlich noch besser. Als ich dann noch erzählt habe, dass ich aus Frankfurt komme, war er natürlich hin und weg. Und auch nur, weil er schon mal in Frankfurt war und die Stadt so toll findet:D
Naja, ich bin aufjedenfall sehr zufrieden mit meiner Kurswahl, aber mal sehen wie sich das noch im Laufe der nächsten Monate entwickelt.
Nein, in diesem schönen Gebäude habe ich leider keinen Unterricht, aber ich laufe ab sofort fast jeden Tag vorbei. Die Unterrichtsgebäude befinden sich dahinter und sind anders als zu hause miteinander verknüpft. Also besteht die Uni aus einem Campus, was ich ehrlich gesagt ach praktischer finde. Was natürlich nicht so schön ist, sind die ganzen Kosten. Oh my gosh, I was totally shocked! Nach meinem ersten Kurs bin ich in die Bücherei gegangen und wollte mir das Buch, was wir komplett durchlesen werden müssen, holen. Da es wirklich kein dickes Buch ist, habe ich auch nicht mit viel gerechnet. Als ich es dann entdeckt hatte, wäre ich fast vom Hocker gefallen (hätte ich auf einem gesessen jedenfalls). Das Buch „Canadian Advertising bla bla“ kostet sage und schreibe 126,84 !!!!! Dollar und gebraucht nur schlappe 99 !!!!! Dollar.?! Are you kidding me?! Dafür, dass ich also vier Monate in Kanada bin und drei Kurse machen, soll ich für zwei kleine P*** Bücher über 100 Euro ausgeben? %&§$*#!!! Aber anscheinend ist das hier normal. Ich habe einige Studenten gesehen, die sich einfach ein paar Bücher schnappen und die dann ohne auch nur einmal mit der Wimper zu zucken mit ihrer Credit Card bezahlen. Tzz! In Deutschland wäre mir das nicht passiert. Da habe ich in den letzten zwei Jahren vielleicht fünf Bücher gekauft und hier bekomme ich zwei zum Preis von fünf. Tja, so werden die Kanadier ausgebildet, aber dafür bekomme sie auch etwas zurück. Eine gute Ausbildung und gute Betreuung der Professoren. In Deutschland kannst du ja froh sein, wenn du die Klausur am Ende des Semester bestehst.:D
katcola am 11. September 09
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren