Donnerstag, 10. September 2009
At the Forks
Heute war der letzte Tag bevor der Ernst des Lebens wieder beginnt. Und da wir wieder schönes Wetter hatten, habe ich den Nachmittag at the Forks verbracht. Zu Fuß habe ich auch nur ungefähr 15 Minuten gebraucht. Da ich den ganzen Nachmittag zur Verfügung hatte bin ich erstmal runter zum Wasser gegangen und hab ein paar Duckis gesehen:D Am Ufer gibt es auch einige Möglichkeiten mit einem Boot eine Tour zu machen, wozu ich mich selbst auch nicht großartig überreden musste. Hat mich zwar wieder zehn Dollar gekostet, aber ich bin ja nur einmal in Winnipeg!



War zwar ne kurze aber schöne Fahrt und da wir nur sieben Leute waren, musste der Captain natürlich gleich wissen woher wir denn kommen (die Kanadier sind ja auch alle so offen und nett:D).Da ich die einzige aus Good Old Germany Angereiste war, habe ich somit die zwei anderen Touristen aus Vancouver getoppt, yeah!
Nach der Bootstour habe ich mich dann erstmal nach einer neuen Sonnenbrille umgesehen (da ich sie im Winter wohl auch noch brauchen werde, weil Schnee+Sonne so schön reflektieren) und bin auch zwischen den 50 verschiedenen Geschäften fündig geworden. Ich habe mich aber leider noch nicht dran gewöhnt, dass die Kanadier die Steuern beim Preis noch nicht angeben. Aber das ändert im Prinzip auch nichts daran, dass hier alles etwas billiger ist.



Den restlichen Nachmittag habe ich dann im Forks Park verbracht und mir die schönen letzten Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen lassen. Zum Glück hatte ich zu dem Zeitpunkt schon meine Sonnenbrille, thank god! Die gefühlten 30 Grad wurden durch den ständigen Wind etwas gemildert, aber wirklich braun bin ich nicht geworden. Wahrscheinlich sind wir hier einfach zu nördlich. Zwischendurch habe ich mich immer wieder gewundert warum ich in einer Großstadt bin und außer mir keiner im Park ist. Aber dann ist mir wieder eingefallen, dass wir mitten in der Woche haben und alle außer mir arbeiten müssen,hehe!



Beim Abendessen habe ich wieder mal gemerkt, dass die Kanadier sehr gechillt sind und alles locker angehen. Meine Gastmutter hat mit dem Essen angefangen, zwischendurch hat das Telefon geklingelt und sie hat erstmal telefoniert. Dann wollte eines von den Mädchen unbedingt XBox spielen und sie haben zusammen zehn Minuten vor dem Ding gesessen und versucht es anzumachen. Das in der Zeit das Essen angebrannt ist, war dann hinterher auch nicht so tragisch und alle saßen irgendwann gut gelaunt am Tisch.