Am 1.September ging es los... mit dem Flieger ganz allein in die große weite Welt hinaus....
Nach fast acht langen Stunden im Flieger bin ich schließlich total müde und erschöpft in Toronto angekommen. Obwohl ich noch nie allein geflogen bin, hat alles recht gut geklappt und ruck zuck stand ich ohne Koffer und mit viel Hunger in der Halle des Flughafens. Leider konnte ich keinen McDonalds oder Burger King entdecken,habe aber letztendlich doch ein paar Pommes und nen Burger gegessen.
Weitere Stunden des Wartens später, habe ich es irgendwann doch bis nach Winnipeg, Manitoba geschafft. Meine Koffer haben es zum Glück auch heil überstanden und meine Gastmutter und ihre Enkelin haben mich schon erwartet. Beide sind sehr klein, aber total lieb=). Da es inzwischen schon dunkel geworden war, konnte ich die Stadt bei Nacht begutachten.
In meinem "far away from home home" angekommen hab ich erstmal ein Stück Pizza bekommen und bin danach auch gleich in meinem Zimmer im Basement verschwunden und habe es gerade noch so geschafft mich ins große Bett zu schmeißen. Übrigens wohne ich in einem französischen Teil der Stadt, was jedoch bis jetzt noch kein Problem für mich darstellte.
Am nächsten Morgen wurde ich sanft vom getrampel und geschreie der Kinder geweckt und bin trotzdem gut erholt aufgestanden. Zum Frühstück gab es ein paar Cornflakes und zum Nachtisch ein paar Cookies=), die hier übrigens sehr sehr lecker sind und wahrscheinlich total viele Kalorien haben... aber egal.
Nach dem Lunch bin ich dann mit einer weiteren Gaststudentin aus Japan in die Stadt und zur Uni gefahren. Da es ein sonniger Tag war, gefiel mir die Stadt natürlich umso besser. Die vielen Shopping Malls bieten zudem gute Möglichkeiten sein Geld sinnvoll zu verschwenden.
Nach diesem erholsamen Tag, stand am nächsten (mittlerweile dann Donnerstag, September 3) auch schon der erste Unitag auf dem Programm.
Um 8.00 am ging es mit dem Bus Downtown und weiter zur Uni. Dort angekommen habe ich den Raum auch auf Anhieb gefunden und gleich ein paar German students kennengelernt. Die Mitarbeiter von der University of Winnipeg haben uns ganz lieb empfangen und ein paar hilfreiche Tips zum Überleben der nächsten vier Monate gegeben. Natürlich sind alle sehr Stolz auf ihre Stadt und wollen,dass wir für immer bleiben:D
Nach dem leckeren Lunch stand eine Bustour quer durch Winnipeg auf dem Programm, in der wir alle wichtigen Teile der Stadt sehen konnten. Da es wie gestern ein sonniger und warmer Tag war, konnten wir die Stadt in ihrer vollen Schönheit bewundern.
Wir haben auch erfahren, dass die Winnipger die Deutschen liebevoll "Krauts" (abgeleitet von Sauerkraut) nennen. Uns wurde aber versichert, dass es keineswegs bösartig gemeint ist (wenn die gute Frau das meint...)
Mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt,dass hier alle English sprechen, obwohl ca. 100.000 Deutsche in Winnipeg wohnen. Da am Montag Feiertag ist, steht uns nun ein langes Wochenende bevor. Heute (Samstag) war ich mit meiner Gastmutter in der Mall und heute abend wird die ganze Familie auch noch was zusammen unternehmen. Was wir morgen und am Montag machen weiß ich leider noch nicht,aber es soll wieder ein Tag werden, an dem man sich vor den Moskitos in Acht nehmen sollte.
Resümee der ersten Tage:
1. Cookies sind sooooo lecker
2. Moskitos sind ganz ganz böse und gemein
3. Der Fernseher läuft den ganzen Tag, obwohl niemand wirklich guckt:D